Gesellschaftlicher Wandel, Säkularisierung und die Bereitstellung von sozialen Dienstleistungen

Gesellschaftlicher Wandel und die Kirche: Was denken die Menschen in Niedersachsen?

Kirchen stehen unter Druck. Mitgliederzahlen sinken, gesellschaftliche Erwartungen wandeln sich, und gleichzeitig bleiben sie für viele Menschen ein wichtiger Anbieter sozialer Dienstleistungen. Doch wie nehmen die Menschen eigentlich wahr, was die katholische Kirche leistet, und was erwarten sie von ihr? Genau das untersucht ein Forschungsprojekt der Universität Vechta.

Was wird erforscht?

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie die Aktivitäten der katholischen Kirche in der Gesellschaft und unter ihren eigenen Mitgliedern wahrgenommen werden. Dahinter steckt ein klassisches Problem gemeinnütziger Organisationen: Wenn sich die Gesellschaft verändert, müssen auch Ziele und Arbeitsabläufe neu aufeinander abgestimmt werden. Das ist leichter gesagt als getan, gerade wenn eine Organisation so groß und vielfältig ist wie die Kirche.

Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Gerald Eisenkopf vom Fachbereich Management Sozialer Dienstleistungen der Universität Vechta und wird unterstützt durch das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta. Für die Befragung konnte das Niedersachsenpanel einen repräsentativen Pool an Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereitstellen. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und in Kürze veröffentlicht.

Ein besonderes Detail: Spenden inklusive

Im Rahmen der Studie hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, einen Teil ihrer Vergütung direkt an gemeinnützige Organisationen zu spenden, konkret an Caritas, Diakonie und das Rote Kreuz. Die entsprechenden Spendenbelege sind inzwischen eingegangen und können hier eingesehen werden:

Autoren: Gerald Eisenkopf (Universität Vechta), Alexia Hinnah (Universität Vechta)

Ein Jahr Niedersachsenpanel

Im Juli 2025 ist das Niedersachsenpanel gestartet, mit einer einfachen Idee: Was denken die Menschen in Niedersachsen wirklich, über Politik, Klima, Künstliche Intelligenz und ihren Alltag? Ein Jahr später zieht das Team eine positive Bilanz.

Von der Einladung zum Niedersachsenpanel

Am 22. Juli 2025 gingen 150.000 Briefe an zufällig ausgewählte, niedersächsische Haushalte raus. Die Resonanz war groß: Innerhalb kurzer Zeit meldeten sich knapp 4.500 Menschen an. Kurz darauf folgte die Eingangsbefragung, die erste gemeinsame Befragung aller Panelmitglieder zu Demokratie, Klimawandel, Künstlicher Intelligenz und vielem mehr. Heute zählt das Niedersachsenpanel über 5.200 registrierte Personen aus ganz Niedersachsen.

Forschung und Austausch

Bereits sieben Studien wurden mit den Teilnehmenden des Niedersachsenpanels durchgeführt, unter anderem zu Gesundheit am Arbeitsplatz, dem CO₂-Preis, KI-Feedback und dem Vertrauen in Universitäten. Acht weitere Studien sind in Vorbereitung. Auch der Austausch mit Politik und Öffentlichkeit kam nicht zu kurz: Im Mai 2026 wurden die ersten Ergebnisse im Leibnizhaus Hannover vorgestellt, im Juni 2026 diskutierte Prof. Dr. Mario Mechtel gemeinsam mit Alexander Armbruster (Frankfurter Allgemeine Zeitung) über Künstliche Intelligenz und den Arbeitsmarkt der Zukunft.

Jetzt mitmachen und gewinnen

Zum einjährigen Bestehen verlost das Niedersachsenpanel unter allen Teilnehmenden attraktive Pakete im Niedersachsenpanel-Design: 5x ein Hauptpaket mit Powerbank, Tote Bag, Kaffeebecher, Notizblock und Stift sowie 15x ein kleines Paket mit Tote Bag, Notizblock und Stift.

Die Teilnahme ist einfach: Name und E-Mail-Adresse ins Formular eintragen, fertig. Teilnahmeberechtigt sind volljährige Personen mit Erstwohnsitz in Niedersachsen. Die Teilnahme ist bis zum 10. August 2026 möglich, die Auslosung erfolgt am 12. August 2026.

Alle Details und Gewinnspiel-Formular finden Sie hier. Viel Glück!

Chancen, Risiken, offene Fragen: KI und die Zukunft der Arbeit

Alexander Armbruster und Mario Mechtel sitzen sich auf einer niederigen Bühne gegenüber und sprechen miteinander

Am 3. Juni 2026 war Prof. Dr. Mario Mechtel Gastgeber einer öffentlichen Diskussion mit Alexander Armbruster, Leiter der Wirtschafts-Onlineredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Rund 60 Zuhörerinnen und Zuhörer diskutierten mit ihnen im Forum des Zentralgebäudes der Leuphana die Frage: Was verändert Künstliche Intelligenz eigentlich in unserem Arbeitsleben?

Die Kernbotschaft des Abends: KI wird Berufe nicht über Nacht verschwinden lassen. Eher verändern sich Aufgaben. Mechtel zog einen anschaulichen Vergleich: Als Geldautomaten flächendeckend eingeführt wurden, verloren Bankangestellte nicht ihre Jobs, aber ihre Arbeit sah danach anders aus.

Daten des Niedersachsenpanels zeigen, wie unterschiedlich die Menschen in Niedersachsen dem Thema gegenüberstehen. Rund 44 Prozent nutzen KI-Anwendungen bereits regelmäßig. Gleichzeitig empfinden 42 Prozent der Befragten KI als unheimlich, wobei Frauen dieses Unbehagen deutlich häufiger äußern als Männer. Konkrete Angst vor dem eigenen Jobverlust ist dagegen weniger verbreitet: Etwa 17 Prozent machen sich diese Sorgen.

Einig waren sich beide Gesprächspartner darin, dass KI zwar Produktivität steigern kann, aber kein Allheilmittel ist. Für Journalisten etwa liefern KI-Systeme zwar brauchbare Texte, preisverdächtig seien sie laut Armbruster aber nicht. Es brauche insbesondere bei komplexen Themen vor allem Fachwissen und Einordnung. Ein exklusives Interview mit dem Bundeskanzler werde die KI auch künftig daher nicht führen.

Am Ende stand ein Plädoyer für Medienkompetenz in der Schule: Der Umgang mit KI gehört in den Stundenplan. Mechtel ergänzte, dass KI dort genutzt werden sollte, wo sie sinnvoll unterstützt, nicht aber dort, wo Verstehen und eigenes Denken gefragt sind.

Die gesamte Diskussion ist als Audio-Mitschnitt verfügbar und kann hier angehört werden: https://pubdata.leuphana.de/entities/publication/4f304988-87f0-4665-a2a0-82e1b2b6571e

Was verändert KI – und für wen? Die Arbeitswelt im Wandel

Alexander Armbruster. © F.A.Z.

Diskussionsveranstaltung mit dem Leiter der Wirtschafts-Onlineredaktion der F.A.Z. und Host des F.A.Z.-Digitalwirtschaft-Podcasts, Alexander Armbruster, am 3. Juni 2026 im Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg

Während die einen vor massiven Jobverlusten warnen, sehen andere in KI vor allem eine Chance: Sie könnte Beschäftigte produktiver machen, Fachkräftemangel abfedern und gerade in einer alternden Gesellschaft neue Handlungsspielräume eröffnen. Zugleich ist noch offen, welche Tätigkeiten tatsächlich betroffen sind, wer von der neuen Technologie profitieren und wie gut die Beschäftigten die technischen Möglichkeiten wirklich ausnutzen werden.

Ergänzt wird das Gespräch durch aktuelle Ergebnisse aus dem Niedersachsenpanel. Sie zeigen, wie unterschiedlich die Menschen in Niedersachsen künstliche Intelligenz bereits heute nutzen und wahrnehmen: Viele sehen große Potenziale und eine hohe Leistungsfähigkeit der Technologie, zugleich gibt es deutliche Unterschiede nach Alter und Geschlecht – und nicht wenige empfinden KI als unheimlich. 

Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist öffentlich und eine Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung kostenlos möglich. Im Anschluss an den Talk gibt es ausreichend Raum für Fragen und Diskussion mit dem Publikum.

Wissenschaft trifft politische Praxis: Ein erfolgreicher Tag für das Niedersachsenpanel

Der Vormittag: Forschung für die Öffentlichkeit

Was denken die Menschen in Niedersachsen über Demokratie, Klimawandel und Künstliche Intelligenz? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines besonderen Tages im Leibnizhaus Hannover. Am 5. Mai 2026 lud das Niedersachsenpanel unter dem Titel „Wissenschaft trifft politische Praxis“ zu einer Veranstaltung ein, die Forschung und Politik direkt miteinander ins Gespräch brachte.

Den Auftakt machte am Vormittag eine Pressekonferenz, bei der das Interesse der Medien gleich spürbar war: NDR, Sat.1 und RTL waren vor Ort und verfolgten die Vorstellung der ersten Ergebnisse aus der Eingangsbefragung. Die Sender nutzten die Gelegenheit und führten Interviews mit Prof. Dr. Mario Mechtel, dem Sprecher des Niedersachsenpanels an der Leuphana Universität Lüneburg. Dass noch am selben Nachmittag erste Berichte bei NDR, Zeit Online und der Süddeutschen Zeitung erschienen, zeigt, wie viel Resonanz die Befunde gefunden haben.

Der Nachmittag: Ergebnisse für die Politik

Am Nachmittag war dann die Landespolitik an der Reihe. Geladene Gäste aus der niedersächsischen Politik kamen in den Genuss einer exklusiven Vorstellung des Niedersachsenpanels und seiner ersten Ergebnisse. Das Niedersachsenpanel, das seit dem Sommer 2025 läuft und inzwischen knapp 5.000 registrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfasst, hat im Rahmen seiner Eingangsbefragung 4.388 Menschen aus ganz Niedersachsen zu ihren Einstellungen befragt. Die Ergebnisse sind vielfältig: Eine klare Mehrheit ist zufrieden mit der Demokratie in Deutschland, wobei jüngere Menschen und Nicht-Wählerinnen und Nicht-Wähler deutlich skeptischer sind. Beim Klimawandel leugnen 14,8 % dessen Existenz. Und bei der Künstlichen Intelligenz zeigt sich eine gespaltene Gesellschaft: Viele sehen den Nutzen, fast ebenso viele finden sie unheimlich.

Die Resonanz im Saal war gut. Genau das ist das Ziel des Niedersachsenpanels: Wissenschaftliche Erkenntnisse dort hinzubringen, wo politische Entscheidungen getroffen werden.

Die vollständigen Ergebnisse der Eingangsbefragung finden Sie hier.

Einstellungen und Präferenzen der niedersächsischen Bevölkerung: Eine erste Untersuchung mit dem Niedersachsenpanel

Was denken die Menschen in Niedersachsen über Demokratie, Klimawandel und Künstliche Intelligenz?

Gesellschaftlicher Wandel ist allgegenwärtig: Künstliche Intelligenz verändert den Alltag, der Klimawandel stellt Politik und Wirtschaft vor große Fragen, und Debatten über Migration und gesellschaftlichen Zusammenhalt prägen den öffentlichen Diskurs. Doch wie nehmen die Menschen in Niedersachsen diese Veränderungen eigentlich wahr? Was bereitet ihnen Sorgen, was stimmt sie zuversichtlich? Genau das hat das Niedersachsenpanel in seiner Eingangsbefragung untersucht.

An der Befragung nahmen 4.388 Personen aus allen Regionen Niedersachsens teil. Die Ergebnisse liefern eine erste, repräsentative Momentaufnahme der Einstellungen und Präferenzen der niedersächsischen Bevölkerung zu drei zentralen Transformationsthemen: politische Einstellungen, Künstliche Intelligenz sowie Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit.

Was kam heraus?

Mit Blick auf die Demokratie zeigt sich ein überwiegend positives Bild: 69,6% der Befragten gaben an, mit der Demokratie in Deutschland zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede. Unter den 18- bis 34-Jährigen lag der Zufriedenheitsanteil mit 57,2% spürbar niedriger als bei den über 54-Jährigen (77,9%). Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede entlang der politischen Selbstverortung: Nur 33,3% der Nicht-Wählerinnen und Nicht-Wähler zeigten sich zufrieden, während (eher) rechts orientierte Befragte ebenfalls deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt lagen.

Beim Thema Klimawandel leugnen 14,8% der Befragten dessen Existenz. Diese Skepsis ist nicht gleichmäßig verteilt: Der Anteil der Frauen (18,6%), die den Klimawandel leugnen, liegt deutlich höher als der bei Männern (11,2%). Von denjenigen, die den Klimawandel anerkennen, führen ihn 82,0% überwiegend auf menschliche Aktivitäten zurück. Eine große Mehrheit (83,4%) befürwortet außerdem eine klimaneutrale Wirtschaft. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft stößt mit 95,2% Zustimmung auf breite gesellschaftliche Akzeptanz.

Auch beim Thema Künstliche Intelligenz zeigen sich interessante Muster. 43,6% der Befragten nutzen KI regelmäßig für Alltagsaufgaben, wobei der Altersunterschied auffällt: Unter den 18- bis 34-Jährigen sind es 61,2%, bei den über 54-Jährigen nur 31,5%. Gleichzeitig schreibt eine große Mehrheit (67,5%) der KI einen gesellschaftlichen Nutzen zu. Dennoch empfinden 42,6% der Befragten Künstliche Intelligenz als unheimlich, wobei Frauen (50,2%) dies deutlich häufiger angaben als Männer (35,7%).

Warum ist das wichtig?

Die Eingangsbefragung ist der Startpunkt des Niedersachsenpanels. Sie bildet die Grundlage für alle zukünftigen Studien und macht es möglich, Veränderungen über die Zeit zu beobachten. Die Ergebnisse geben wichtige Hinweise darauf, wie politische Maßnahmen wahrgenommen werden und wo gesellschaftliche Bruchlinien verlaufen.

Der vollständige Fragebogen ist hier einsehbar.

Autoren: Janina Kraus (Leuphana Universität Lüneburg), Lena Calahorrano (Fraunhofer FIT), Gerald Eisenkopf (Universität Vechta), Ulf Hahnel (Leuphana Universität Lüneburg), Robert Gillenkirch (Universität Osnabrück), Luise Görges (Leuphana Universität Lüneburg), Ann-Kathrin Kössler (Leibniz Universität Hannover), Johannes Lohse (Leuphana Universität Lüneburg), Roland Menges (TU Clausthal), Vanessa Mertins (Universität Vechta), Fabian Paetzel (TU Clausthal), Holger Rau (Georg-August Universität Göttingen), Jan Sauermann (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Anne Schacht (Georg-August Universität Göttingen), Heike Schenk-Matthes (TU Clausthal), Marina Schröder (Leibniz Universität Hannover), Sven Stöwhase (Fraunhofer FIT) und Mario Mechtel (Leuphana Universität Lüneburg)

Zum Start des Niedersachsenpanels: Fragen an Prof. Dr. Mario Mechtel

Prof. Dr. Mario Mechtel

Zum Start des Niedersachsenpanels führen wir ein Interview mit dem Sprecher des Wissenschaftsraums „Verhaltensökonomik und gesellschaftliche Transformation“, Prof. Dr. Mario Mechtel, der auch das Niedersachsenpanel leitet.

Lieber Herr Mechtel, im August ist das Niedersachsenpanel gestartet. In kurzen Worten: Was ist das Niedersachsenpanel und was ist die grundlegende Idee dahinter?

Das Niedersachsenpanel ist eine Datenbank mit freiwilligen Probandinnen und Probanden, die sich bereiterklären, an wissenschaftlichen Studien teilzunehmen. Wir führen einerseits Befragungsstudien durch, in denen die Teilnehmenden zu ihren Meinungen und Einschätzungen bezüglich bestimmter Themen befragt werden. Andererseits laden wir die Probandinnen und Probanden auch zu verhaltensökonomischen Entscheidungsexperimenten ein. Ziel ist es, wiederholt dieselben Personen zu befragen, um über die Zeit Veränderungen in Einstellungen und Verhalten zuverlässig messen zu können.

Wer steckt denn hinter dem Niedersachsenpanel?

Das Niedersachsenpanel ist Teil des Wissenschaftsraums „Verhaltensökonomik und gesellschaftliche Transformation“, einer Zusammenarbeit zwischen sieben niedersächsischen Universitäten (Clausthal, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Vechta) sowie dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik. Gefördert wird der Wissenschaftsraum durch die VolkswagenStiftung und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Was ist das Forschungsziel und welche Fragestellungen stehen im Mittelpunkt?

Wir untersuchen, wie aktuelle Transformationsprozesse – etwa Klimawandel, Migration, Digitalisierung oder demografische Entwicklung – das Verhalten von Menschen beeinflussen. Besonders interessiert uns, wie sich Einstellungen und Entscheidungen mit der Zeit und nach bestimmten Ereignissen verändern – und wie sich diese Effekte entlang von Stadt-Land-Gefälle, Einkommen, Geschlecht, sozialem Hintergrund oder politischen Einstellungen unterscheiden. Niedersachsen ist ein Flächenland, das sehr heterogen ist. Einerseits bietet diese Heterogenität für die universitäre Grundlagenforschung spannende Möglichkeiten, weil wir untersuchen können, wie Präferenzen, Einstellungen und Entscheidungen verschiedener Bevölkerungsgruppen sich unterscheiden. Andererseits ist es aus einer politischen Sicht in diesen Zeiten extrem spannend und relevant, all diese Heterogenitäten abzubilden, um Politikempfehlungen abzuleiten und dazu beizutragen, politische Entscheidungen zu verbessern.

Wer kann mitmachen – und was erwartet Teilnehmende?

Teilnehmen können alle Erwachsenen mit Wohnsitz in Niedersachsen. Die Anmeldung ist kostenlos, freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten regelmäßig Einladungen zu Studien und können dann selbst entscheiden, an welchen sie teilnehmen. Bei Befragungsstudien erhalten sie eine pauschale Vergütung, die sich an der Länge der Studie orientiert. Bei verhaltensökonomischen Entscheidungsexperimenten ist die Vergütung variabel und hängt von den Entscheidungen der Teilnehmer ab.

Wie viele Menschen machen bislang mit und wieviel Aufwand bedeutet die Organisation des Niedersachsenpanels?

Wir haben ab Ende Juli Briefe an zufällig ausgewählte Haushalte in Niedersachsen verschickt und diese zur Teilnahme am Niedersachsenpanel eingeladen. Die Resonanz ist überwältigend. Binnen kürzester Zeit haben wir nach aktuellem Stand etwa 5.000 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, von denen innerhalb weniger Tage schon fast 4.000 an unserer ersten Studie teilgenommen haben. Hinter dem Niedersachsenpanel steht ein sehr engagiertes Team, das uns Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hervorragende Voraussetzungen für unsere Forschungsarbeiten bietet.

Wie geht es nun konkret weiter?

Schon bald wird die erste Studie auf Basis der ersten Befragung veröffentlicht und wir freuen uns sehr darauf, die gesellschaftlichen und politischen Debatten in Niedersachsen mit den Ergebnissen zu bereichern. Weitere Studien werden zeitnah starten und wir sind uns sicher, dass das Niedersachsenpanel mittelfristig einen festen Platz in der deutschen Forschungslandschaft einnehmen wird.

Weitere Informationen erhalten Sie hier auf unserer Homepage. Unter Teilnehmen können Sie sich selbst für die Teilnahme am Panel anmelden. Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Wissenschaftsraums gibt es auch unter www.wissenschaftsraum-verhalten.de.