Gesellschaftlicher Wandel und die Kirche: Was denken die Menschen in Niedersachsen?
Kirchen stehen unter Druck. Mitgliederzahlen sinken, gesellschaftliche Erwartungen wandeln sich, und gleichzeitig bleiben sie für viele Menschen ein wichtiger Anbieter sozialer Dienstleistungen. Doch wie nehmen die Menschen eigentlich wahr, was die katholische Kirche leistet, und was erwarten sie von ihr? Genau das untersucht ein Forschungsprojekt der Universität Vechta.
Was wird erforscht?
Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie die Aktivitäten der katholischen Kirche in der Gesellschaft und unter ihren eigenen Mitgliedern wahrgenommen werden. Dahinter steckt ein klassisches Problem gemeinnütziger Organisationen: Wenn sich die Gesellschaft verändert, müssen auch Ziele und Arbeitsabläufe neu aufeinander abgestimmt werden. Das ist leichter gesagt als getan, gerade wenn eine Organisation so groß und vielfältig ist wie die Kirche.
Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Gerald Eisenkopf vom Fachbereich Management Sozialer Dienstleistungen der Universität Vechta und wird unterstützt durch das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta. Für die Befragung konnte das Niedersachsenpanel einen repräsentativen Pool an Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereitstellen. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und in Kürze veröffentlicht.
Ein besonderes Detail: Spenden inklusive
Im Rahmen der Studie hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, einen Teil ihrer Vergütung direkt an gemeinnützige Organisationen zu spenden, konkret an Caritas, Diakonie und das Rote Kreuz. Die entsprechenden Spendenbelege sind inzwischen eingegangen und können hier eingesehen werden:
Autoren: Gerald Eisenkopf (Universität Vechta), Alexia Hinnah (Universität Vechta)